St. Jørgens Hospital, Medizinhistorisches Museum in Bergen, Norwegen.
Das Lepramuseet ist ein Museum in Bergen, das in einem ehemaligen Krankenhauskomplex aus dem Mittelalter untergebracht ist und aus neun denkmalgeschützten Gebäuden besteht. Die Räume sind mit Originalmöbeln und medizinischen Geräten ausgestattet, die noch aus der Zeit stammen, als das Gebäude als Pflegeeinrichtung in Betrieb war.
Das Gelände geht auf die 1400er Jahre zurück und war eines von drei Leprakrankenhäusern, die damals in Bergen betrieben wurden. Es schloss seinen medizinischen Betrieb im Jahr 1946, nachdem es jahrhundertelang Leprakranke aufgenommen hatte.
Das Museum zeigt, wie Patienten in den Krankensälen lebten, mit persönlichen Gegenständen, Kleidung und Alltagsobjekten, die noch an ihrem ursprünglichen Platz stehen. Der St.-Jørgens-Saal, der größte Raum des Geländes, vermittelt einen direkten Eindruck davon, wie eng das Gemeinschaftsleben der Erkrankten war.
Das Museum ist von Mai bis September geöffnet, und geführte Touren stehen in mehreren Sprachen zur Verfügung. Die Wege zwischen den historischen Gebäuden können uneben sein, weshalb festes Schuhwerk empfehlenswert ist.
Der Wissenschaftler Gerhard Armauer Hansen identifizierte hier 1873 das Bakterium, das Lepra verursacht, und widerlegte damit die damals weitverbreitete Annahme, dass die Krankheit erblich sei. Heute trägt die Krankheit in vielen Ländern seinen Namen: Morbus Hansen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.