Mikaelshulen, Höhlenkirche in Skien, Norwegen
Mikaelshulen ist eine in den Felsen gehauene Kirche in der Nähe von Løveid, die sich etwa 16 Meter in das Gestein erstreckt und einen natürlichen Eingang mit etwa 5 Metern Höhe und Breite hat. Im Inneren sind verschiedene Bereiche zu sehen, darunter ein Vorraum, ein Kirchenschiff, ein Chor und ein Altarbereich, die alle in die Felswand gemeißelt wurden.
Die Kirche entstand wahrscheinlich im Mittelalter, wurde aber erst 1643 in einer lateinischen Beschreibung als Templum Mirabile dokumentiert und bekräftigte ihren Status als geweihte Kirche. Nach der protestantischen Reformation von 1537 verlor sie ihre ursprüngliche religiöse Funktion, wird aber bis heute als Kulturdenkmal bewahrt.
Die Höhlenkirche war über Jahrhunderte ein Ort, wo Menschen zusammenkamen, um zu beten und religiöse Feste zu begehen. Der Raum spiegelt traditionelle Kirchenelemente wider, die in den Felsen gemeißelt wurden und zeigen, wie Gläubige diesen Ort nutzten.
Man kann die Höhle mit dem Boot von einem Steg am Norsjø erreichen oder einem markierten Weg vom Parkplatz an der Omdalsvegen in der Nähe von Skotfoss folgen. Der Zugang ist relativ einfach, aber man sollte auf unebenem Gelände und möglichen Nässe in der Felsenumgebung vorbereitet sein.
Ein Mönch namens Sylvester, der letzte der Region, soll nach der Reformation in der Nähe der ehemaligen Sakristei begraben worden sein. Diese Verbindung zwischen der menschlichen Geschichte und dem stillen Ort zeigt, wie tief die Höhle in das Leben der Menschen verankert war.
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