Jellhaugen, Bronzezeitlicher Grabhügel in Østfold, Norwegen
Jellhaugen ist ein prähistorischer Grabhügel in Østfold County in Ostnorwegen, dessen Durchmesser etwa 85 Meter beträgt und der sich etwa 9 Meter über die Landschaft erhebt. Der Hügel enthielt eine Cremationsstätte mit Beigaben aus Bernstein.
Der Hügel wurde in der Spätantike, zwischen 426 und 598 n. Chr., durch Radiokarbon-Datierung von Kremationsgräbern nachweisbar errichtet. Eine bedeutende archäologische Ausgrabung 1968 brachte Keramik und Schmuck ans Licht, die diese zeitliche Einordnung bestätigten.
Der Hügel zeigt antike Bestattungsbräuche, die noch heute in der Landschaft sichtbar sind. Die Funde deuten auf einen hochgestellten Verstorbenen hin, dessen Familie großen Aufwand für sein Begräbnis trieb.
Das Gelände ist frei zugänglich und kann das ganze Jahr über besucht werden. Informationstafeln vor Ort erklären die archäologischen Befunde und die historische Bedeutung der Stätte.
Moderne Forschungsmethoden wie Bodenradar haben Überreste weiterer Strukturen in unmittelbarer Nähe enthüllt. Diese Funde zeigen, dass der Hügel Teil einer größeren vergessenen Siedlung war, was das Verständnis der damaligen Besiedlung völlig verändert.
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