Dakshinkali-Tempel, Hindu-Tempel in Pharping, Nepal
Dakshinkali ist ein Hindu-Heiligtum in einer bewaldeten Schlucht, 22 Kilometer südlich von Kathmandu gelegen. Im Mittelpunkt steht eine schwarze Steinfigur der Göttin Kali mit sechs Armen, die in einer kleinen offenen Anlage am Zusammenfluss zweier Bäche aufgestellt ist.
Ein König der Malla-Dynastie ließ das Heiligtum im 14. Jahrhundert an dieser Stelle errichten, nachdem die Göttin ihm im Traum den genauen Ort gezeigt hatte. Seitdem ziehen die Riten und Zeremonien Gläubige aus dem ganzen Kathmandu-Tal an.
Die Pilger kommen am liebsten dienstags und samstags, um der Göttin rituelle Gaben darzubringen, wobei die Tieropfer ein fester Bestandteil der überlieferten Verehrungspraxis sind. Nach den Zeremonien teilen die Familien das Fleisch untereinander und stärken so die Bande innerhalb der Gemeinde.
Besucher, die nicht dem Hindu-Glauben angehören, dürfen das Innere nicht betreten, können jedoch die Außenanlage besichtigen und die Marktstände entlang des Zugangsweges erkunden. Die Atmosphäre ist an Wochentagen ruhiger, während an den großen Gebetstagen zahlreiche Gläubige anwesend sind.
In einem eigens dafür vorgesehenen Bereich bereiten die Gläubigen nach den Zeremonien gemeinschaftliche Mahlzeiten aus dem Fleisch der Opfertiere zu und teilen sie miteinander. Diese geteilten Festessen gelten als Teil des religiösen Rituals und stärken die sozialen Bindungen innerhalb der Gruppe.
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