Bashistraße, Meerenge zwischen Mavulis-Insel, Philippinen und Orchideen-Insel, Taiwan
Der Bashi-Kanal verbindet die Philippinen und Taiwan und ist eine wichtige Meeresstraße zwischen dem Ostchinesischen Meer und dem Südchinesischen Meer. Der Kanal durchquert den nördlichen Abschnitt der Luzonstraße und ermöglicht den Schiffsverkehr zwischen diesen beiden großen Meeresbereichen.
Der Kanal entstand nach dem Vertrag von Paris von 1898, der jedoch keine genauen Koordinaten für die Grenzen festlegte und dadurch Unklarheiten über seine Zugehörigkeit schuf. Diese mangelnde Präzision ermöglichte später verschiedene Ansprüche auf die Gewässer.
Die Wasserstraße bleibt Gegenstand territorialer Diskussionen zwischen den Philippinen und Taiwan, wobei beide Teile ihrer Zonen beanspruchen.
Der Kanal wird von mehreren Unterseekabeln durchquert, die Telefon- und Datenverkehr zwischen zahlreichen asiatischen Ländern unterstützen. Diese kritische Infrastruktur macht die Gewässer für die Telekommunikation in der Region von großer Bedeutung.
Im Dezember 2006 verursachte ein unterseeisches Erdbeben der Stärke 6,7 Schäden an mehreren Kabeln und führte zu Kommunikationsunterbrechungen, die mehrere Wochen andauerten. Dieses Ereignis zeigte, wie abhängig der regionale Datenverkehr von dieser einzigen Meeresstraße ist.
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