Mehrgarh, Neolithische Stätte in Dhadar, Pakistan
Mehrgarh ist eine archäologische Ausgrabungsstätte im Bezirk Dhadar in Pakistan und erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 200 Hektar mit mehreren übereinanderliegenden Schichten alter Siedlungen. Die Strukturen aus luftgetrockneten Lehmziegeln und die Spuren von Landwirtschaft zeigen verschiedene Phasen menschlicher Besiedlung und Entwicklung.
Ein französisches Forscherteam entdeckte die Siedlung 1974 und legte dabei Spuren menschlicher Besiedlung und Ackerbau frei, die bis etwa 7000 vor Christus zurückreichen. Die Ausgrabungen zeigten, dass die Gemeinschaft über mehrere Jahrtausende hinweg wuchs und sich veränderte, bevor sie um 2500 vor Christus aufgegeben wurde.
Die Bewohner schmolzen das Kupfer bei hohen Temperaturen und formten daraus Werkzeuge für den Alltag, während sie gleichzeitig ihre Keramik mit feinen geometrischen Mustern verzierten. Unter den Häusern legten die Menschen große Kammern an, in denen sie Getreide und andere Vorräte über Monate hinweg kühl und trocken aufbewahrten.
Die Lage nahe dem Bolan-Pass machte die Siedlung zu einem wichtigen Punkt für Handelskarawanen, die zwischen Afghanistan, Iran, China und dem indischen Subkontinent unterwegs waren. Besucher sollten beachten, dass das Gelände weitläufig und nur teilweise erschlossen ist, festes Schuhwerk und ausreichend Wasser sind daher empfehlenswert.
Forscher fanden an dieser Stätte die frühesten Hinweise auf Zahnheilkunde in der menschlichen Geschichte, wobei Zähne mit kleinen Bohrungen versehen wurden, die wahrscheinlich Schmerzen lindern sollten. Die Technik wurde vermutlich mit feinen Steinwerkzeugen ausgeführt und zeugt von einem erstaunlich hohen medizinischen Wissen.
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