Lukpe Lawo, Gletscherbecken in Karakorum-Gebirge, Pakistan
Snow Lake ist ein breites Gletscherbecken im Karakorum im Norden Pakistans, das auf etwa 5.000 Metern Höhe liegt und zwei große Gletscher miteinander verbindet, den Biafo und den Hispar. Das Becken erstreckt sich über eine offene Eisebene, die von hohen Gipfeln umgeben ist und den Übergang zwischen diesen beiden langen Gletschern bildet.
Der britische Bergsteiger Martin Conway erforschte und kartierte dieses Gletscherbecken erstmals im Jahr 1892 während einer Expedition durch den Karakorum. Sein Bericht machte diese Route in Europa bekannt und legte den Grundstein für spätere Erkundungen des Gebiets.
Einheimische Bergführer und Träger aus den umliegenden Dörfern kennen dieses Gebiet seit Generationen und bringen ihr Wissen auf jede Expedition ein. Ohne sie wäre eine sichere Durchquerung dieses abgelegenen Gletscherbeckens kaum möglich.
Der Zugang ist nur im Hochsommer möglich, wenn die Schneefelder begehbar sind, und erfordert mehrere Tage Trekking ab dem Dorf Askole. Ein erfahrener lokaler Führer ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit, da es in diesem Gebiet keine Infrastruktur gibt und die Orientierung ohne Ortskenntnisse schwierig ist.
Das Biafo-Hispar-System, dessen Herzstück Snow Lake bildet, gilt als einer der längsten Gletscherkorridore außerhalb der Polarregionen, was bedeutet, dass man über Tage auf Eis und Schnee wandern kann, ohne felsigen Boden zu betreten. Diese Kontinuität macht das Gebiet auch für Glaziologen zu einem wichtigen Forschungsgebiet.
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