Peschawar, Provinzhauptstadt im Nordwesten Pakistans.
Die Stadt liegt in einem Tal zwischen dem Khyberpass und dem Indus, etwa 50 Kilometer von der afghanischen Grenze entfernt, und fungiert als Hauptstadt der Provinz Khyber Pakhtunkhwa. Berge umgeben die Siedlung an mehreren Seiten, während Straßen sich durch dicht bebaute Viertel und moderne Außenbezirke erstrecken, die sich entlang wichtiger Verkehrsrouten ausbreiten.
Die Siedlung entstand vor mehr als 2000 Jahren und wurde im ersten Jahrhundert zur Winterhauptstadt des Kushan-Reiches unter König Kanishka. Später kontrollierten verschiedene Dynastien das Gebiet, und im 16. Jahrhundert machten die Moguln die Stadt zu einem bedeutenden Handelsknotenpunkt zwischen Süd- und Zentralasien.
Händler und Teehausbesucher versammeln sich täglich in den überdachten Basaren, wo Paschtu und Urdu durch die engen Gassen klingen. Die meisten Familien folgen muslimischen Bräuchen, und Gebetsrufe prägen den Rhythmus des städtischen Lebens, während lokale Handwerker noch immer traditionelle Fertigkeiten wie Kupferschmiedekunst und Teppichknüpfen praktizieren.
Die heißesten Monate bringen Temperaturen über 40 Grad Celsius, während der Winter bis auf 4 Grad abkühlen kann, weshalb Frühjahr und Herbst als angenehmste Reisezeiten gelten. Straßen können während der Hauptverkehrszeit überfüllt sein, daher ist es ratsam, für Fahrten innerhalb der Altstadt zusätzliche Zeit einzuplanen.
Eine antike buddhistische Lehrstätte beherbergte einst die Große Stupa, eines der höchsten Bauwerke jener Zeit, in dem Reliquien Buddhas aufbewahrt wurden. Archäologische Spuren dieser Periode sind noch heute in nahegelegenen Ausgrabungsstätten sichtbar, obwohl die ursprüngliche Struktur längst verschwunden ist.
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