West Punjab, Ehemalige Provinz in Lahore, Pakistan
West Punjab war eine ehemalige Provinz im östlichen Teil des heutigen Pakistan, die sich zwischen den Flüssen Jhelum, Chenab, Ravi, Beas und Sutlej erstreckte. Das Gebiet wurde in vier Verwaltungsbezirke aufgeteilt, wobei Lahore als Hauptstadt und Verwaltungszentrum diente.
Diese Provinz entstand am 15. August 1947 nach der Teilung Britisch-Indiens und blieb bis zu ihrer Verschmelzung in West-Pakistan 1955 ein eigenständiges Verwaltungsgebiet. Die acht Jahre ihrer Existenz waren geprägt von großen bevölkerungspolitischen Umwälzungen.
Die Region behielt Urdu als Amtssprache, während lokale Punjabi-Dialekte gepflegt wurden und die kulturelle Vielfalt der muslimischen Bevölkerung widerspiegelten.
Das historische Gebiet lässt sich heute durch die Grenzen der modernen Distrikte Lahore, Sargodha, Multan und Rawalpindi verstehen, die aus der früheren Provinz hervorgingen. Besucher, die diese Geschichte verstehen möchten, finden in diesen Städten noch Spuren der früheren Verwaltungsstrukturen.
Während seiner kurzen acht Jahre erlebte dieses Gebiet eine vollständige Umwandlung seiner Bevölkerung, da hinduistische und Sikh-Gemeinschaften Indien verließen und Millionen von Muslimen eintrafen. Diese schnelle demografische Veränderung prägte die soziale Struktur der Region dauerhaft.
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