Mosque of Mariyam Zamani Begum, Mogul-Moschee aus dem 17. Jahrhundert in der Altstadt, Lahore, Pakistan
Die Moschee des Mariyam Zamani Begum ist ein Gebetshaus mit fünf Buchten und drei Kuppeln, das hauptsächlich aus Ziegeln errichtet wurde und sich in unmittelbarer Nähe der Ostmauern des Lahore Fort befindet. Geometrische Muster und aufwendige Malereien schmücken die Innenflächen aus Ziegeln und Gips.
Das Bauwerk wurde zwischen 1611 und 1614 während der Herrschaft des Kaisers Jahangir in Auftrag gegeben, die Kaiserin Mariyam Zamani, Hauptgemahlin Kaiser Akbars, initiierte seine Errichtung. Später wurde es unter der Sikh-Herrschaft unter Ranjit Singh zweckentfremdet, bevor es 1850 wieder seiner ursprünglichen Nutzung zugeführt wurde.
Die Beschriftungen in persischer Sprache und Koranverse an den Innenwänden zeigen die religiösen und künstlerischen Traditionen der Mogul-Architektur in Südasien. Sie erzählen von den Glaubensvorstellungen und dem ästhetischen Verständnis, die beim Bau dieser Moschee leitend waren.
Der Zugang erfolgt durch zwei Eingangstore an der Nord- und Ostseite, die zu einem zentralen Innenhof führen. Dort befinden sich Bereiche zur rituellen Waschung vor dem Gebet, und der Ort liegt in der Nähe bekannter Sehenswürdigkeiten in der Altstadt.
Das Gebäude wurde während der Sikh-Herrschaft unter Ranjit Singh in eine Pulverfabrik umgewandelt und verlor vorübergehend seine ursprüngliche Bestimmung. Diese ungewöhnliche Nutzungsgeschichte prägt bis heute die Wahrnehmung des Ortes in der lokalen Erinnerung.
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