Tarnowitz, Historische Bergbaustadt im schlesischen Hochland, Polen
Tarnowskie Góry ist eine städtische Gemeinde im Landkreis Tarnowskie Góry auf den Schlesischen Höhen im südlichen Polen. Das Zentrum besteht aus einer rechteckigen Altstadt mit Marktplatz, Kirche und mehreren Gassen, die zu Gebäuden aus dem 17. und 18. Jahrhundert führen.
Die Ortschaft entstand nach 1490, als hier Silbererze entdeckt wurden, und entwickelte sich binnen weniger Jahrzehnte zu einem der wichtigsten Bergbauzentren Europas. Die Gruben arbeiteten bis ins 20. Jahrhundert und prägten die Struktur der gesamten Region.
Der Name der Stadt leitet sich von den Gebirgshängen ab, an denen Silber erstmals gefunden wurde, und die Einwohner nennen ihre Heimat oft einfach Tarnowitz. Viele Straßenzüge tragen Namen historischer Bergwerke, und entlang der Altstadt erinnern Hinweistafeln an die Tiefe der Schächte, die sich unter den Häusern erstrecken.
Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, und Besucher können an mehreren Stellen Informationstafeln über die Bergbaugeschichte finden. Der unterirdische Besucherweg erfordert festes Schuhwerk und eine leichte Jacke, da die Temperatur unter der Erde konstant kühl bleibt.
Unter den Straßen liegen über 40 Kilometer unterirdischer Gänge, die einst Grundwasser aus den Minen ableiteten und heute als Denkmalpfad zugänglich sind. Auch die erste Dampfmaschine auf dem europäischen Kontinent wurde hier 1788 in Betrieb genommen und markierte einen Wendepunkt in der Industriegeschichte.
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