Oder-Neiße-Grenze, Politische Grenze zwischen Deutschland und Polen.
Die Oder-Neiße-Linie ist eine politische Grenze zwischen Deutschland und Polen, die dem Verlauf zweier Flüsse folgt und sich über 472 Kilometer vom Baltischen Meer bis zur tschechischen Grenze erstreckt. Sie verläuft durch unterschiedliche Landschaften, von Küstenebenen über bewaldete Hügel bis zu ländlichen Tälern, und bildet dabei eine sichtbare Trennlinie, die auf Karten gut erkennbar ist.
Die Grenze wurde 1945 auf der Potsdamer Konferenz festgelegt, als die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs die Grenzen in Europa neu ordneten. Diese Entscheidung führte zu weitreichenden Bevölkerungsbewegungen und veränderte die politische Landkarte des Kontinents grundlegend.
Die Grenze trägt ihren Namen nach den beiden Flüssen Oder und Lausitzer Neiße, die seit Jahrhunderten diese Landschaft prägen und heute als Orientierungspunkte für Reisende dienen. Entlang der Uferregionen gibt es kleinere Städte und Dörfer, in denen Bewohner beider Länder einkaufen, arbeiten oder Freunde besuchen.
Reisende können die Grenze an mehreren Stellen überqueren, wobei größere Übergänge in Frankfurt (Oder), Görlitz und Stettin rund um die Uhr geöffnet sind. In kleineren Grenzorten gibt es lokale Brücken und Fähren, die tagsüber verkehren und sich für kurze Ausflüge oder Spaziergänge eignen.
Manche Gebäude und Straßen wurden durch die Grenzziehung geteilt, sodass ein Haus auf deutscher Seite und sein Garten auf polnischer Seite liegen kann. Solche Details zeigen, wie willkürlich die Linie mancherorts durch gewachsene Siedlungen verläuft.
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