Uthemann Villa in Katowice, Direktorenresidenz im Stadtteil Giszowiec, Katowice, Polen.
Die Uthemann-Villa ist ein Wohnhaus für einen Bergbaudirektor im Stadtteil Giszowiec mit aufwendigen architektonischen Details. Das Gebäude steht in der Pszczyńska-Straße 10 und zeigt die gehobene Bauweise der früheren Zeit.
Das Haus wurde zwischen 1907 und 1910 von den Architekten Zillmanns erbaut und war Wohnsitz von Anton Uthemann, dem Direktor der George von Giesches Erben-Gesellschaft. Nach 1933 nutzte es die Nazi-Verwaltung und spielte eine Rolle in der Geschichte der Okkupation.
Das Haus zeigt, wie die Bergbaumanager in der Industriestadt lebten und sich von den Arbeitern unterschieden. Die großzügigen Räume und die aufwendige Gestaltung spiegeln die Macht und den Wohlstand dieser Führungsschicht wider.
Das Haus ist in Privatbesitz und seine äußere Struktur ist erhalten. Besucher können es von außen besichtigen, sollten aber den privaten Charakter des Anwesens respektieren.
Das Haus wurde 1945 von einem hochrangigen Nazi-Offiziellen als Rückzugsort genutzt, der sein Leben dort beendete, als sowjetische Truppen in die Stadt einrückten. Diese dramatische Episode ist Teil der lokalen Geschichte und zeigt, wie private Gebäude während des Krieges in große historische Ereignisse verwickelt wurden.
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