Road bridge in Tczew, Straßenbrücke in Tczew, Polen
Die Straßenbrücke in Tczew trägt einen Stahlfachwerkträger über die Weichsel auf vier erhaltenen neugotischen Backsteintürmen mit Zinnen, zwei an jedem Ende. Das ursprüngliche Bauwerk (1851–1857) war 837,3 m lang; nach der Verlängerung von 1912 erreichte es 1030 m. Erhalten sind nur drei originale Felder und die vier Türme, die 2000 unter Denkmalschutz gestellt wurden.
Das Bauwerk wurde 1851 unter König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen begonnen und 1857 fertiggestellt, um Berlin mit Ostpreußen über eine Eisenbahnlinie zu verbinden. Diese Verbindung war entscheidend für die wirtschaftliche und strategische Entwicklung der Region während des 19. Jahrhunderts.
Die Brücke heißt im Volksmund Lisewo-Brücke, nach dem Dorf Lisewo Malborskie, zu dem die Straße direkt führt. Ihre Eröffnung 1857 verlief wegen einer Choleraepidemie und der Krankheit des Königs ohne große Feierlichkeiten. Der Konstrukteur Rudolf Eduard Schinz starb bei den Belastungsproben an einem Herzinfarkt und wurde in Tczew beigesetzt.
Das Bauwerk ist für den allgemeinen Verkehr zugänglich und verbindet beide Ufer auf direktem Weg. Besucher sollten beachten, dass das Gelände während Wartungs- oder Renovierungsarbeiten gelegentlich gesperrt wird.
Die American Society of Civil Engineers nahm die Brücke in ihre Liste internationaler Denkmäler der Ingenieurbaukunst auf; erhalten sind nur drei originale Brückenfelder und vier Türme. Rudolf Eduard Schinz, Verfasser des technischen Entwurfs, starb während der Belastungsproben an einem Herzinfarkt und wurde in Tczew begraben; sein Grab bestand bis in die 1970er Jahre.
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