Altstadt von Guimarães, Mittelalterliche UNESCO-Welterbestätte in Nordportugal.
Das Zentrum von Guimarães ist ein mittelalterliches Viertel mit Granithäusern, Fachwerk und engen gepflasterten Gassen, wo traditionelle Häuser dicht beieinander stehen. Der Platz wirkt kompakt und lebt vom Wechsel zwischen Fassaden aus verschiedenen Epochen und dem Muster der Straßen, die wie ein natürliches Netzwerk durch die Altstadt führen.
Die Siedlung entstand im 10. Jahrhundert und wurde bekannt als Geburtsort von Afonso Henriques, der 1139 der erste König Portugals wurde. Diese Verbindung machte den Ort zu einem Zentrum der nationalen Identität, das später die portugiesische Kolonialarchitektur in Afrika und Amerika beeinflusste.
Der Platz hier zeigt die Handwerkstraditionen, die seit Jahrhunderten die Stadt prägen: In den engen Gassen sieht man Werkstätten, kleine Läden und Tavernen, wo Einheimische und Besucher sich begegnen. Das Alltägliche und das Historische vermischen sich natürlich in den Straßen, wo regionale Handwerk und lokale Küche weiterhin gelebt werden.
Besucher können auf ebenen Wegen durch die Gassen gehen, aber flache Schuhe sind wegen der Kopfsteinpflaster zu empfehlen. Die beste Zeit ist früh morgens oder später am Nachmittag, wenn weniger Menschen unterwegs sind und man die Ruhe der Straßen besser spürt.
Ein Bereich namens Couros Zone wurde erst 2023 in das UNESCO-Gebiet aufgenommen und bewahrt die Geschichte der Lederverarbeitung, die hier lange Zeit praktiziert wurde. Diese Erweiterung zeigt, dass die Stadt ihre handwerkliche Vergangenheit schützt und modern interpretiert, nicht nur als museal eingefrorenes Denkmal.
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