Real Fábrica de Gelo da Serra de Montejunto, Archäologische Stätte einer Eisfabrik aus dem 18. Jahrhundert in Lamas e Cercal, Portugal
Die Königliche Eisfabrik von Montejunto ist ein archäologischer Komplex mit Wasserbecken verschiedener Größen, die in Stufen am Berghang angeordnet sind. Das System kombinierte flache Becken zum Gefrieren mit unterirdischen zylindrischen Lagertanks zur Konservierung des Eises.
Die Dominikaner erbauten die Anlage vor 1741 und nutzten die Winterkälte der Montejunto-Region, um Wasser in großen Mengen einzufrieren. Die Fabrik belieferte Lissabon fast 150 Jahre lang mit Eis, bis industrielle Produktionsmethoden in den 1880er Jahren den Betrieb beendeten.
Die Fabrik war in der Gemeinde tief verankert, da Arbeiter und Anwohner gemeinsam bei der Eisgewinnung tätig waren. Diese Zusammenarbeit prägte das Leben in der Region über Generationen hinweg.
Das Gelände liegt etwa 40 Kilometer nördlich von Lissabon und ist auf einem Berghang zugänglich, wo die Höhenlage und Exposition natürliche Kältebedingungen schafften. Der Standort erfordert Grundkondition zum Erkunden der unterschiedlich angeordneten Becken und Speicheranlagen auf dem Gelände.
Das Eis wurde in zylindrischen unterirdischen Lagern mit Stroh isoliert gelagert, bevor es auf Eseln und Karren zum Hafen transportiert wurde. Diese Konservierungsmethode ermöglichte es, Eis über lange Strecken zu versenden, ohne es zu verlieren.
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