Murwab, Archäologische Siedlung aus dem 9. Jahrhundert im Nordwesten Katars.
Murwab ist eine archäologische Siedlung im nordwestlichen Katar aus dem neunten Jahrhundert. Das Gelände umfasst die Ruinen von etwa 250 Häusern in Gruppen angeordnet, ein rechteckiges Fort und zwei Moscheen, die sich über die Wüstenlandschaft verteilen.
Dänische Archäologen entdeckten die Stätte 1959, gefolgt von weiteren Ausgrabungen in den 1980ern und 2010ern, die eine umfangreiche Sammlung von Keramik aus dem frühen neunten Jahrhundert freilegte. Diese Funde dokumentieren die Bewohnung zwischen etwa 805 und 885 AD.
Die Keramikfunde zeigen, dass die Bewohner mit Handelsgütern aus fernen Regionen in Kontakt standen und handwerkliche Techniken für Alltagsgegenstände einsetzten. Diese Artefakte erzählen von der Lebensweise der frühen islamischen Gemeinden, die hier siedelte.
Das Gelände erfordert Geländewagen für den Zugang und liegt abseits der Hauptstraßen in der Wüste. Besucher sollten sich auf wenige oder gar keine Annehmlichkeiten vor Ort vorbereiten und den Zustand als rohes archäologisches Freilichtmuseum erwarten.
Im Gegensatz zu den meisten Siedlungen dieser Zeit liegt Murwab inland statt an der Küste, was es zu einem seltenen Einblick in das Innenleben des frühen Katar macht. Das Fort hier gehört zu den ältesten bekannten Festungen im Land und zeigt eine Bauform, die wenig mit den Küstensiedlungen gemein hat.
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