Eisernes Tor, Durchbruchstal in den Karpaten, Rumänien und Serbien
Das Eiserne Tor ist ein Schluchtensystem am Donauabschnitt zwischen Rumänien und Serbien, das sich über etwa 130 Kilometer erstreckt und aus vier engen Tälern und drei breiteren Becken besteht. Die Felswände ragen an manchen Stellen bis zu 600 Meter über dem Wasserspiegel auf und bilden eine der eindrucksvollsten Landschaften entlang des gesamten Flusslaufs.
Die Römer sicherten den Durchgang im 2. Jahrhundert nach Christus unter Kaiser Trajan, als sie eine Straße am Flussufer anlegten und eine Inschrift an der Klippe anbrachten. In den 1970er Jahren wurde das Gebiet durch den Bau zweier Staudämme grundlegend verändert, wodurch Inseln und alte Uferdörfer überflutet wurden.
Der Name bezieht sich auf die schmalen Passagen, durch die sich der Fluss zwischen hohen Felswänden zwängt und die früher für Schiffe schwer zu durchqueren waren. Heute können Besucher entlang der Uferstraßen fahren und an mehreren Aussichtspunkten die Flusslandschaft und die steilen Klippen auf beiden Seiten betrachten.
Die beste Zeit für einen Besuch liegt zwischen Frühling und Herbst, wenn die Wege gut zugänglich sind und die Aussicht bei klarem Wetter am weitesten reicht. Mehrere Straßen folgen dem Flusslauf auf beiden Seiten, sodass man mit dem Auto oder Bus die wichtigsten Punkte erreichen kann.
Bei der Errichtung der Staumauer musste die römische Tafel mit der Inschrift des Kaisers Trajan an eine höhere Stelle der serbischen Felswand versetzt werden, um sie vor dem steigenden Wasser zu schützen. An der archäologischen Stätte Lepenski Vir auf serbischer Seite sind Fundamente von Siedlungen aus der Mittelsteinzeit zu sehen, deren Bewohner vor mehr als 7.000 Jahren am Flussufer lebten.
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