Galatz, Hafenstadt im östlichen Rumänien
Galați liegt am linken Ufer der Donau in der Nähe der moldawischen Grenze und erstreckt sich über flaches Gelände mit niedrigen Hügeln im Hinterland. Breite Boulevards führen vom Flussufer ins Zentrum, wo mehrstöckige Wohnblocks neben älteren Backsteingebäuden stehen und Straßenbahnen durch die Hauptstraßen rollen.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1445, doch archäologische Funde zeigen, dass dakische Siedlungen bereits im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. hier existierten. Im 19. Jahrhundert wuchs die Ansiedlung durch den Getreidehandel und entwickelte sich später zu einem Industriezentrum mit Werften und Stahlwerken.
Die orthodoxen Kirchen im Zentrum zeigen die religiöse Prägung der Region, während die Straßennamen an rumänische Dichter und Historiker erinnern. An warmen Abenden treffen sich Einheimische in den Parks entlang des Flusses, wo ältere Männer Schach spielen und Familien auf Bänken sitzen.
Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen im Zentrum in Gehweite voneinander, während Straßenbahnen die Außenbezirke verbinden und regelmäßig durch die Hauptstraßen fahren. Der Bereich entlang des Flusses eignet sich für Spaziergänge, besonders am späten Nachmittag, wenn das Licht über dem Wasser weicher wird.
Der Hafen gehört zu den größten Binnenhäfen Europas und empfängt Schiffe aus dem Schwarzen Meer über einen Kanal, der die Donau mit dem Meer verbindet. In den frühen Morgenstunden kann man Fischer beobachten, die ihre Netze auf kleineren Booten neben den riesigen Frachtschiffen auswerfen.
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