Kraftwerk Eisernes Tor 1, Wasserkraftwerk an der Donau, Rumänien und Serbien
Das Kraftwerk Iron Gate I ist ein Wasserkraftwerk an der Donau, das Rumänien und Serbien verbindet und zwölf Kaplan-Turbinen nutzt, um Strom zu erzeugen. Die Anlage umfasst eine große Staumauer, Schleusen für die Schifffahrt und Maschinenhallen auf beiden Seiten des Flusses, die zusammen die Kapazität von mehr als 2.000 MW bereitstellen.
Der Bau begann im September 1964 als Gemeinschaftsprojekt zwischen Rumänien und Jugoslawien und wurde nach rund acht Jahren Arbeit abgeschlossen. Das Kraftwerk wurde in den frühen 1970er Jahren in Betrieb genommen und war damals eines der größten seiner Art weltweit.
Die Errichtung des Staudamms veränderte die Landschaft an der Donau und führte zum Verlust der Insel Ada Kaleh, die einst eine osmanische Gemeinde beherbergte. Viele Bewohner der Insel wurden umgesiedelt, bevor das Wasser den historischen Ort mit seiner Moschee und den Befestigungen überflutete.
Das Kraftwerk liegt an der Grenze zwischen Rumänien und Serbien und ist über Straßen von beiden Seiten des Flusses zu erreichen. Besucher sollten beachten, dass es sich um eine aktive Energieanlage handelt, deren Zugang möglicherweise eingeschränkt ist.
Modernisierungsarbeiten haben die Leistung jeder Turbine von 171 MW auf 194,3 MW erhöht, wodurch das Kraftwerk seine Gesamtkapazität ohne zusätzliche Maschinen steigern konnte. Die produzierte Energie wird gleichmäßig zwischen Rumänien und Serbien aufgeteilt, was die fortdauernde Zusammenarbeit beider Länder widerspiegelt.
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