Synagoge in der Fabrikstadt, Synagoge im maurischen Stil im Stadtteil Fabric, Timișoara, Rumänien
Die Fabric-Synagoge ist ein Gebetshaus im maurischen Revivals-Stil im Stadtteil Fabric von Timișoara mit einer zentralen Kuppel, die von halbkreisförmigen Bögen gestützt wird. Die Fassaden zeigen eine mehrfarbige Gestaltung mit abwechselnden Mustern aus Putz und rot-gelben Ziegelsteinen.
Das Gebäude wurde 1899 errichtet, um eine ältere Synagoge von 1838 zu ersetzen, und wurde von Architekt Lipót Baumhorn für die Neolog-jüdische Gemeinde entworfen. Während des Zweiten Weltkriegs diente es mehreren Zwecken, einschließlich als Israelitische Oberschule, bevor es sich wieder der jüdischen Gemeinschaft anschloss.
Die Synagoge zeigt Bauelemente, die Maurische, Gotische und Renaissance-Stilrichtungen verbinden und die Traditionen großer Neolog-Synagogen der Österreich-Ungarischen Monarchie widerspiegeln.
Das Gebäude verfügt über separate Eingänge für Männer und Frauen, wobei der Fraueneingang zu einem oberen Geschoss führt, in dem sich der Orgelbereich befindet. Der Zugang kann bei Besuchen eingeschränkt sein, daher ist es ratsam, sich vorher zu erkundigen oder mit der örtlichen jüdischen Gemeinde Kontakt aufzunehmen.
Nach einer langen Zeit der Schließung kehrte die Synagoge 2020 in die Hände der jüdischen Gemeinde zurück, was den Beginn einer neuen Phase in ihrer Geschichte markierte. Das Gebäude ist heute ein Symbol für die wiederhergestellte Verbindung zwischen der Gemeinde und ihrem kulturellen Erbe.
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