Cheile Lăpușului, Naturschutzgebiet im Kreis Maramureș, Rumänien.
Cheile Lăpușului ist eine Schlucht, die sich etwa 25 Kilometer durch Kalksteinformationen und kristalline Schiefer erstreckt und tiefe Canyons mit steilen Felswänden entlang des Lăpuș-Flusses bildet. Der Fluss schneidet sich durch mehrere Gesteinsschichten, die ein vielfältiges geologisches Profil zeigen.
Das Gebiet wurde 1994 als geschütztes Gebiet ausgewiesen und 2000 offiziell als Naturschutzgebiet anerkannt. Die geologischen Formationen sind deutlich älter und entstanden in frühen erdgeschichtlichen Epochen.
Die Schluchten sind Lebensraum für kleine Gemeinden, deren Bewohner traditionelle Handwerkstechniken und Anbaumethoden pflegen, die das regionale Kulturerbe lebendig halten. Diese lokalen Praktiken prägen das Aussehen und die Atmosphäre des Tales bis heute.
Markierte Wanderwege verbinden die Dörfer Răzoare und Remecioara und führen durch die Schlucht, wobei Frühling und Herbst die beste Sicht und Bedingungen für die Tierbeobachtung bieten. Besucher sollten auf rutschige Wege vorbereitet sein, besonders nach Regen.
Die Schlucht beherbergt die Gelbbauchunke, eine unter Schutz stehende Art, die auf der Roten Liste der IUCN verzeichnet ist. Diese seltenen Amphibien sind ein wichtiger Grund für die internationale Anerkennung des Gebiets als Teil des Natura-2000-Netzes.
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