Crematoriul Cenușa, Historisches Krematorium im Tineretului Park, Rumänien
Das Crematoriul Cenușa ist ein Gebäude im Stil der Neoeklektik im Tineretului-Park in Bukarest, entworfen von Architekt Duiliu Marcu. Die Kapelle des Gebäudes ist mit belgischem Marmor verkleidet, und auf beiden Seiten der Haupttreppe stehen zwei Skulpturen mit den Namen Trauer und Hoffnung.
Das Gebäude wurde zwischen 1925 und 1928 errichtet und war das erste Krematorium in einem überwiegend orthodoxen Balkanland. Seine Eröffnung war gesellschaftlich brisant, da die rumänisch-orthodoxe Kirche der Einäscherung strikt ablehnend gegenüberstand.
Das Gebäude verbindet byzantinische, syrische und ägyptische Formelemente in einer für die damalige Zeit ungewöhnlichen Mischung, die man an den Fassadendetails und im Inneren gut erkennen kann. Diese Vielfalt spiegelt wider, wie offen rumänische Architekten der Zwischenkriegszeit gegenüber internationalen Einflüssen waren.
Das Gebäude befindet sich im Tineretului-Park und ist daher leicht zu Fuß zu erreichen, wenn man den Park bereits besucht. Heute dient es ausschließlich als Kolumbarium, also als Ort zur Aufbewahrung von Urnen, und der Zugang zum Inneren ist daher eingeschränkt.
Obwohl die rumänisch-orthodoxe Kirche die Einäscherung ablehnte, wurden hier zwischen 1928 und 2002 rund 60.000 Einäscherungen durchgeführt. Der Betrieb wurde schließlich nicht aus religiösen, sondern aus Umweltschutzgründen eingestellt.
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