Schäßburger Klosterkirche, Gotische Kirche des ehemaligen Dominikanerklosters in Sighișoara, Rumänien.
Die Monasterykirche in Sighișoara ist ein spätgotisches Gotteshaus, das ehemals zu einem Dominikanerkloster gehörte und mit seiner glockenförmigen Struktur unweit des Uhrenturms steht. Das Innere zeigt eine lange Halle mit kreuzgewölbten Decken, hohen Fenstern, die Licht in den Raum bringen, und aufwändigen Altarausstattungen aus verschiedenen Epochen.
Die Kirche entstand 1289 als Teil eines Dominikanerklosters, das gegründet wurde, um gegen häretische Bewegungen vorzugehen und die kirchliche Autorität zu stärken. Über die Jahrhunderte hinweg erlitt sie verschiedene Umbauten und Beschädigungen, doch ihre gotische Grundstruktur blieb erhalten und prägt das Stadtbild bis heute.
Die Kirche war über Jahrhunderte ein Treffpunkt für Zünfte und Kaufleute, die hier ihre Zunftordnungen hielten und sich zu wichtigen Entscheidungen versammelten. Die Räume spiegeln diese mittelalterliche Verbindung zwischen Religion und Handwerk wider, wo geistliches und weltliches Leben eng miteinander verflochten waren.
Der Zugang ist tagsüber möglich und die Räume sind ohne große Barrieren begehbar, wobei die Stufen zum Eingang beachtet werden sollten. Vor Ort gibt es Informationstafeln und Personal, das Fragen beantworten kann, um das Verständnis für die Architektur und die Sammlungen zu vertiefen.
Das Innere beherbergt etwa 35 orientalische Teppiche, die von verschiedenen Zünften über Generationen hinweg gespendet wurden und die mittelalterlichen Beziehungen zwischen Religion und Handwerk widerspiegeln. Ein bronzener Tauftisch aus 1440 mit feinen Verzierungen und lateinischen Inschriften zeigt die kunsthandwerkliche Meisterschaft dieser Epoche.
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