Kragujevac, Industriezentrum in Zentralserbien
Kragujevac erstreckt sich entlang des Flusses Lepenica im Zentrum Serbiens und verbindet traditionelle Wohngebiete mit modernen Industrieanlagen über eine weitläufige städtische Fläche. Die Universität verteilt ihre Fakultäten über mehrere Stadtteile und prägt das Stadtbild durch zahlreiche Studentenwohnheime und Campusgebäude.
Die Stadt diente als Hauptstadt Serbiens von 1818 bis 1841 und beherbergte damals die ersten nationalen Bildungseinrichtungen des Landes. Die Massaker von 1941 forderten Tausende zivile Opfer und veränderten das kollektive Gedächtnis der Gemeinde dauerhaft.
Die Lepenica schlängelt sich durch die Innenstadt und teilt sie in ältere Wohnviertel auf der einen und ausgedehnte Fertigungsanlagen auf der anderen Seite. Lokale Märkte bieten Erzeugnisse aus der umliegenden Šumadija-Region an, während Cafés in den Fußgängerzonen zu jeder Tageszeit gut besucht sind.
Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen zu Fuß erreichbar im Stadtzentrum, während Busse zu den weiter entfernten Industrievierteln und Wohngebieten fahren. Wer die Stadt im Sommer besucht, sollte Nachmittagspausen einplanen, da viele Geschäfte dann geschlossen sind.
Novine Srbske, die erste serbische Zeitung, erschien hier ab 1834 und brachte gedruckte Nachrichten zu Lesern in der gesamten Region. Der Name Kragujevac stammt möglicherweise von einem alten slawischen Wort für Habicht oder Sperber, Vögel, die früher in den umliegenden Wäldern nisteten.
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