Sjeničko jezero
Sjeničko jezero ist ein Stausee im Südwesten Serbiens, der durch die Aufstauung des Flusses Uvac entstanden ist und sich durch ein enges Tal mit steilen Ufern zieht. Das Wasser windet sich in weiten Schleifen durch den Canyon, umgeben von bewaldeten Hängen, die direkt ins Wasser abfallen.
Der See entstand 1979 mit dem Bau eines Staudamms am Fluss Uvac, der das Tal dauerhaft überschwemmte. Das Projekt sollte in erster Linie Strom erzeugen und veränderte die gesamte Landschaft der Region grundlegend.
Der Name des Sees leitet sich von der nahe gelegenen Stadt Sjenica ab, die der ganzen Region ihren Charakter gibt. Rund um das Wasser lässt sich noch heute eine ruhige Fischereitradition beobachten, bei der Einheimische mit kleinen Booten oder vom Ufer aus angeln.
Das Gebiet rund um den See lässt sich gut zu Fuß oder per Boot erkunden; von erhöhten Aussichtspunkten aus hat man einen guten Blick über die Schlingen des Wassers. Für eine Bootsfahrt empfiehlt es sich, im Voraus nach lokalen Anbietern zu fragen, da die Infrastruktur einfach ist und saisonal variieren kann.
In den Felswänden rund um den See lebt die größte Gänsegeierkolonie auf dem Balkan, und die Vögel können von bestimmten Aussichtspunkten aus beim Kreisen beobachtet werden. Lokale Überlieferungen berichten von einem dreiköpfigen Drachen, der einst im Tal gehaust haben soll, bevor es geflutet wurde.
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