Nadym, Industriestadt im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen, Russland
Nadym ist eine Stadt in der Region Jamalo-Nenezien in Russland, die am gleichnamigen Fluss liegt, rund 300 km nordöstlich des Polarkreises. Die Bebauung erstreckt sich über flaches Gelände, umgeben von weitläufigen Taigawäldern und Tundraflächen, die den Übergang zur arktischen Zone markieren.
Die Siedlung entstand Ende der 1960er Jahre als Stützpunkt für die Erschließung des Gasfelds Medweschje. Bereits im März 1972 erhielt sie Stadtstatus, was die rasche Entwicklung der Erdgasindustrie in dieser Region widerspiegelt.
Der Ortsname leitet sich vom Fluss ab, dessen nenezische Bezeichnung 'Flussmündung mit Lärchen' bedeutet. Lokale Museen zeigen Exponate zur indigenen Kultur und zur jüngeren Entwicklung der Gasindustrie.
Ein Flughafen verbindet die Stadt mit anderen Teilen Russlands, und Straßen führen zu benachbarten Orten im Distrikt. Besucher sollten sich auf subpolares Klima einstellen und entsprechende Kleidung für jede Jahreszeit mitbringen.
Die Temperaturen schwanken im Jahresverlauf um mehr als 90 Grad Celsius, von winterlichen Tiefstwerten um minus 58 Grad bis zu sommerlichen Höchstwerten nahe 35 Grad. Diese extremen Unterschiede prägen den Alltag und die Bauweise in der Stadt.
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