Inguschetien, Republik in der Nordkaukasus-Region, Russland.
Inguschetien ist eine Republik im Nordkaukasus in Russland und erstreckt sich von Gebirgskämmen bis zu tiefer gelegenen Ebenen entlang des Flusses Sunscha. Die höchsten Gipfel erreichen etwa 3000 Meter, während die flachen Steppengebiete auf rund 200 Meter über dem Meeresspiegel liegen und fruchtbare Täler für Landwirtschaft bieten.
Das Gebiet wurde 1810 Teil des Russischen Reiches und blieb bis zur Sowjetzeit in wechselnden Verwaltungsformen eingegliedert. Nach der Auflösung der gemeinsamen tschetscheno-inguschischen Republik entstand 1992 eine eigenständige Republik mit heutigen Grenzen.
Die Inguschen bewahren traditionelle Bergbauernpraktiken, indem sie Feldfrüchte in den Tälern anbauen und Vieh auf Hochgebirgsweiden halten. Alte Wachtürme und Steinbauten prägen noch heute die Dörfer und erinnern an jahrhundertealte Lebensweisen.
Die Hauptstadt wechselte 2002 von Nasran zur neu errichteten Stadt Magas, die nun im geografischen Zentrum des Gebiets liegt. Straßen und öffentliche Verkehrsmittel verbinden die Täler, doch bergige Teile erfordern Planung und Anpassung an das Gelände.
Die Einwohner haben die höchste Lebenserwartung in ganz Russland mit etwa 80 Jahren, obwohl die Region wirtschaftliche Schwierigkeiten erlebt. Dieser Wert übertrifft selbst Gebiete mit deutlich höherem Einkommen und entwickelter Infrastruktur.
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