Tscherkessk, Verwaltungszentrum in der Republik Karatschai-Tscherkessien, Russland
Tscherkessk ist das Verwaltungszentrum der Republik Karatschai-Tscherkessien im südwestlichen Russland, etwa auf halber Höhe zwischen Flachland und den Kaukasusvorbergen gelegen. Die Stadt breitet sich über eine hügelige Landschaft aus, durchzogen von breiten Straßen und Wohnvierteln mit Backsteinbauten und sowjetischen Plattenbauten.
Die Siedlung entstand ursprünglich 1825 als russische Militärfestung und trug im Lauf der Zeit verschiedene Namen wie Batalpaschinskaja. Nach mehreren Umbenennungen erhielt sie 1934 ihren jetzigen Namen, der auf die hier lebenden Tscherkessen verweist.
Das Stadtbild wird durch die täglich gesprochenen Sprachen mehrerer Volksgruppen geprägt, die ihre eigenen Schulen und Gemeinschaftsräume unterhalten. Auf den Straßen und Märkten begegnet man russischen, karatschaischen, tscherkessischen und anderen Klängen, die das alltägliche Leben begleiten.
Das Stadtzentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden, während die umliegenden Viertel mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Wer Ausflüge in die nahen Berge plant, sollte warme Kleidung mitbringen, da die Temperaturen mit der Höhe rasch fallen.
In den Randbezirken sieht man kleine private Höfe, in denen Bewohner Gemüse und Obst für den eigenen Bedarf anbauen, eine Gewohnheit, die noch aus sowjetischen Zeiten stammt. Diese Gärten liefern frische Erzeugnisse und dienen zugleich als Treffpunkt für Nachbarn an Sommertagen.
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