Tatarstan, Föderale Republik in der Wolgaregion, Russland.
Die Republik liegt im östlichen europäischen Teil Russlands und erstreckt sich über etwa 68.000 Quadratkilometer (26.000 Quadratmeilen) entlang des Wolga-Flusssystems mit einer Mischung aus städtischen Zentren und ländlichen Gebieten. Die Landschaft wechselt zwischen bewaldeten Hügeln, weiten Ebenen und breiten Flussufern, wo kleinere Städte und Industrieanlagen die größeren Siedlungen umgeben.
Das Gebiet war jahrhundertelang Zentrum des Khanats Kasan, bis es Mitte des 16. Jahrhunderts Teil des russischen Reiches wurde. Nach dem Ende der Sowjetunion erklärte es im Jahr 1990 seine Eigenständigkeit als autonome Republik innerhalb der Russischen Föderation.
In den Städten und Dörfern hört man auf den Straßen sowohl Russisch als auch Tatarisch sprechen, während in Geschäften und auf Märkten beide Sprachen nebeneinander auf Schildern erscheinen. Moscheen stehen neben orthodoxen Kirchen, und Bewohner feiern religiöse Feste beider Traditionen mit öffentlichen Versammlungen und Feiern.
Die Hauptstadt Kasan dient als Tor zur Region und ist über Flugverbindungen, Züge und Fernstraßen gut mit anderen russischen Städten verbunden. Im Sommer sind die Temperaturen warm und das Land ist leichter zugänglich, während die Winter lang und kalt sein können, was Reisen schwieriger macht.
Die Hauptstadt beherbergt ein altes Bollwerk, das sowohl muslimische als auch christliche Bauwerke innerhalb derselben Mauern vereint, was die Jahrhunderte gemeinsamen Lebens verschiedener Glaubensgemeinschaften widerspiegelt. Dieses architektonische Nebeneinander findet man auch in vielen kleineren Städten der Region, wo Kirchenkuppeln und Minarette die Silhouetten teilen.
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