Kemerowo, Industriestadt in Westsibirien, Russland
Kemerowo ist eine Industriestadt am Fluss Tom in Westsibirien und liegt im nördlichen Teil des Kohlebeckens Kusbass. Sie erstreckt sich über beide Ufer des Tom und der Iskitimka auf einer Höhe von etwa 140 Metern über dem Meeresspiegel.
Das Dorf entstand 1701 als Bergarbeitersiedlung für die Kohleförderung und entwickelte sich im neunzehnten Jahrhundert zu einem wichtigen Zentrum. Das Wachstum beschleunigte sich im zwanzigsten Jahrhundert, als die Schwerindustrie und der Bergbau expandierten.
In den fünf Bezirken finden das ganze Jahr über Konzerte und Aufführungen statt, die von Kosakenensembles bis zu Bergbauliedern das Leben und die Tradition der Region wiedergeben. Bewohner gehen gern am Wochenende in die Theater und besuchen dort sowohl klassische Inszenierungen als auch Veranstaltungen über die sibirische Kultur.
Die Stadt verfügt über ein ausgedehntes Busnetz, das alle fünf Bezirke verbindet und bei dem Fahrkarten beim Fahrer oder an Automaten erhältlich sind. Wer sich längere Zeit hier aufhält, findet im Zentrum und in den Außenbezirken Geschäfte, Supermärkte und Banken.
Innerhalb des Stadtgebiets haben sich neun Pflanzenarten und fünf Tierarten erhalten, die im Roten Buch Kusbass verzeichnet sind und in Parks oder entlang von Flussufern leben. Besucher können an wenigen ruhigen Stellen auf geschützte Vegetation und Tiere treffen, die trotz der Industrie überleben.
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