Tscheljabinsk, Industriezentrum im Uralgebirge, Russland.
Tscheljabinsk ist eine Großstadt am Osthang des Ural, die sich entlang des Miass-Flusses erstreckt und von ausgedehnten Industrieanlagen, Wohnvierteln und Fabrikgeländen geprägt wird. Sieben Verwaltungsbezirke teilen das Stadtgebiet, das von Stahlwerken, Maschinenbaufabriken und mehrstöckigen Wohnblöcken dominiert wird.
Das russische Militär gründete 1736 eine Festung am Miass, die während des Zweiten Weltkriegs zu einem wichtigen Zentrum für Panzerproduktion und Rüstungsindustrie wurde. Viele Fabriken wurden aus dem europäischen Teil der Sowjetunion hierher verlegt, um sie vor deutscher Besatzung zu schützen.
Das Regionalmuseum bietet Sammlungen über einheimische Mineralien, baschkirische Handwerkskunst und die Entwicklung der Schwerindustrie über mehrere Jahrhunderte. Bewohner verbringen Freizeit entlang des Miass-Flusses, wo Parks und Uferwege zum Spazierengehen und Erholen einladen.
Die Stadt betreibt ein ausgedehntes Netz aus Bussen, Trolleybussen und Straßenbahnen, das die sieben Bezirke durch etwa 40 Linien miteinander verbindet. Im Winter sinken die Temperaturen oft weit unter den Gefrierpunkt, daher sollte man warme Kleidung und Winterstiefel mitbringen.
Ein Meteorit explodierte im Februar 2013 über der Stadt und erzeugte eine Schockwelle, die Tausende von Fenstern zerstörte und Gebäude in einem weiten Umkreis beschädigte. Bruchstücke des Meteoriten wurden später aus dem gefrorenen Tschebarkul-See geborgen und können im Regionalmuseum besichtigt werden.
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