Wladiwostok, Hafenstadt in der Region Primorje, Russland.
Die Hafenstadt liegt auf der Halbinsel Murawjow-Amurski am Japanischen Meer und erstreckt sich über mehrere Hügel und Buchten, die durch große Brücken miteinander verbunden sind. Das gesamte Stadtgebiet verteilt sich unregelmäßig zwischen Wasser und steilen Hängen, was zu verwinkelt angelegten Vierteln mit Treppen und engen Straßen führt.
Der Ort entstand 1860 als Militärstützpunkt und entwickelte sich schnell zur wichtigsten Marinebasis im russischen Pazifikraum. Jahrzehntelang blieb die Stadt für Ausländer völlig gesperrt, bis sie sich nach 1991 allmählich öffnete und internationalen Zugang ermöglichte.
Weit entfernt von Moskau haben sich die Menschen hier schon immer stärker nach Asien orientiert, was man an den gemischten Einflüssen in Restaurants, Märkten und Straßenschildern sieht. Cafés und Einkaufsstraßen prägen den Alltag, während die Bewohner trotz des harten Klimas gern draußen spazieren gehen und am Wasser Zeit verbringen.
Die Stadt bildet das östliche Ende der Transsibirischen Eisenbahn, die durch sieben Zeitzonen hindurch Moskau mit dem Pazifik verbindet. Für Besucher bedeutet dies lange Reisezeiten, aber auch gute Bahnverbindungen sowie einen internationalen Flughafen für schnellere Anreisen aus Asien.
Wer auf die Insel Russki übersetzen will, nimmt eine mächtige Schrägseilbrücke mit über 3.000 Metern Länge, die längste ihrer Art im Land. Sie wurde erst vor wenigen Jahren fertiggestellt und verbindet das Festland mit einer früher militärisch genutzten Insel, die nun für Besucher zugänglich ist.
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