Tomsk, Universitätsstadt in Westsibirien, Russland.
Tomsk ist eine große Stadt in Westsibirien, die sich entlang des östlichen Ufers des Flusses Tom erstreckt und Universitätsgelände, Bezirke mit historischer Holzarchitektur sowie moderne Wohnviertel umfasst. Die Straßen der Innenstadt verlaufen unregelmäßig, ältere Wohngebiete wechseln sich mit Parks ab, und der Fluss bildet eine natürliche westliche Grenze für das bebaute Gebiet.
Eine Festung aus dem Jahr 1604, errichtet auf Befehl von Zar Boris Godunow, markierte die Gründung der Siedlung und ihre Rolle als militärischer Vorposten gegen die nomadischen Stämme der Region. Im späten 19. Jahrhundert verwandelte sich der Ort nach der Eröffnung der ersten sibirischen Universität in ein Zentrum für Forschung und Lehre.
An den Wänden der Universitätsgebäude hängen Gedenktafeln für frühere Gelehrte, und in den Straßen sieht man Studenten mit Stapeln von Büchern, die zwischen Vorlesungen und Kantinen unterwegs sind. Die Bewohner treffen sich oft in Teeräumen oder in kleinen Parks, um über Literatur, Wissenschaft und lokale Nachrichten zu sprechen, was die Atmosphäre einer Stadt prägt, in der Bildung tief im Alltag verankert ist.
Trolleybusse und Busse verbinden die Viertel miteinander, während der Bahnhof Anschluss an eine Nebenstrecke der Transsibirischen Eisenbahn bietet, die Reisen in benachbarte Städte ermöglicht. Die Straßen sind im Winter oft mit Schnee bedeckt, daher sollte man festes Schuhwerk und warme Kleidung einplanen, besonders zwischen November und März.
Hunderte von Häusern aus dem 19. Jahrhundert zeigen Holzschnitzereien an Fensterrahmen und Dachkanten, die Blumen, geometrische Muster und manchmal auch mythologische Figuren darstellen. Viele dieser Gebäude sind noch heute bewohnt, und man kann beim Spaziergang beobachten, wie traditionelle Handwerkskunst den Alltag der Bewohner begleitet.
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