Karelien, Republik im Nordwesten Russlands
Karelien ist eine Republik im nordwestlichen Russland, die sich zwischen der finnischen Grenze und dem Weißen Meer erstreckt. Tausende Seen liegen zwischen dichten Nadelwäldern, und Flüsse verbinden die Wasserflächen miteinander.
Die Region gehörte im Mittelalter zu Nowgorod, bevor Schweden und später Russland um die Kontrolle kämpften. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Grenzen neu gezogen und das Gebiet wurde Teil der Sowjetunion.
Der Name leitet sich vom finnougrischen Stamm der Karelier ab, deren Sprache und Traditionen bis heute in den Dörfern erkennbar sind. In den Siedlungen entlang der Seen sieht man noch Frauen, die nach alten Mustern sticken, und Männer, die Holzboote nach überlieferter Technik bauen.
Petrosawodsk, die Hauptstadt, dient als Ausgangspunkt für Reisen zu den Inseln und in die Waldgebiete. Von dort aus fahren Züge regelmäßig nach Moskau und Sankt Petersburg.
An manchen Stellen reicht der Wald bis ans Ufer heran, sodass Bäume direkt am Wasser wachsen und ihre Wurzeln ins Seewasser eintauchen. Diese Uferzonen ziehen im Sommer Mücken an, die in den feuchten Gebieten brüten.
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