Sandarmoch, Gedenkstätte im Bezirk Medweschjegorsk, Russland
Sandarmokh ist ein Waldgebiet mit Gedenkstätte im Rajon Medweschjegorsk in Karelien, etwa 19 Kilometer von der Stadt Medweschjegorsk entfernt. Das Gelände umfasst sieben Hektar mit 150 Grabgruben und 400 einzelnen Grabmarkierungen, die sich zwischen Kiefern und Birken verteilen.
Zwischen 1937 und 1938, während des Großen Terrors, wurden hier mehr als 4.500 Häftlinge aus dem Belbaltlag-Lager und dem Gefängnis Solowki von sowjetischen Behörden hingerichtet. Die Massengräber wurden erst 1997 entdeckt und das Gebiet anschließend als Gedenkstätte gestaltet.
Das Wort Sandarmokh stammt aus dem Karelischen und bedeutet „Sumpfkiefernwald
Die Gedenkstätte liegt an der Fernstraße Medweschjegorsk-Powenez und ist über eine asphaltierte Zufahrtsstraße erreichbar. Besucher sollten wettergerechte Kleidung tragen, da das Gelände nicht überdacht ist und sich im Freien befindet.
Das Gelände enthält 236 Gemeinschaftsgruben, in denen Menschen aus 58 verschiedenen Nationalitäten beigesetzt wurden. Diese Tatsache macht es zu einer der größten entdeckten Massengrabstätten aus der Stalin-Ära.
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