Tula, Industriezentrum in Oblast Tula, Russland
Tula ist eine Stadt im westlichen Teil Zentralrusslands, etwa 193 Kilometer südlich von Moskau gelegen, die sich entlang der Ufer des Flusses Upa erstreckt. Die Straßen der Innenstadt sind rings um die alte Festung angelegt, während sich neuere Wohnviertel über die umliegenden Hügel des Mittelrussischen Landrückens ausbreiten.
Die Festung wurde 1530 aus Stein erbaut, um die südlichen Grenzen des Moskauer Reiches gegen Einfälle zu schützen. Im Jahr 1552 hielt sie einer längeren Belagerung durch tatarische Truppen stand, was ihre strategische Bedeutung unterstrich.
Die Stadt ist bekannt für handwerkliche Traditionen, besonders im Bereich der Metallverarbeitung, und Besucher können in lokalen Werkstätten noch immer Schmiede bei der Arbeit beobachten. An Wochenenden versammeln sich Einheimische auf den Plätzen der Altstadt, wo oft Märkte mit regionalen Spezialitäten wie Prjaniki, einer Art Lebkuchen, stattfinden.
Trams, Trolleybusse und Linienbusse verbinden die verschiedenen Stadtteile miteinander und mit dem Hauptbahnhof, der Zugverbindungen nach Moskau bietet. Die Innenstadt lässt sich zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten in der Nähe der alten Festungsmauern liegen.
Die Waffenfabrik wurde 1712 von Peter I. gegründet und ist die älteste ihrer Art im Land, wobei sie bis heute in Betrieb ist. In einem der Gebäude ist ein Museum untergebracht, das Besucher durch Ausstellungshallen führt, in denen Waffen aus verschiedenen Epochen präsentiert werden.
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