Oblast Tambow, Verwaltungsbezirk im Zentralen Föderationskreis, Russland.
Tambov Oblast ist eine Verwaltungseinheit im zentralrussischen Föderationskreis, die sich über weite Ebenen mit Mischwäldern und Flussniederungen erstreckt. Die Landschaft wechselt zwischen offenen Feldern, Birkenwäldchen und mehreren Hundert kleinen Wasserläufen, die durch das hügelige Gelände fließen.
Die Region entstand im 17. Jahrhundert als Schutzlinie gegen Angriffe tatarischer Reiter, wobei Festungen und Wachtürme die südöstliche Grenze des russischen Reiches sicherten. Später wandelte sich das Gebiet in eine landwirtschaftliche Zone, bis die Sowjetunion es 1937 als selbständige Oblast formierte.
Der Name Tambov stammt aus der Zeit, als die Festungsstadt gegen Überfälle aus dem Süden schützte und das Gebiet später eine stark landwirtschaftlich geprägte russische Bevölkerung anzog. Heute sieht man überall in der Oblast kleine Holzhäuser neben orthodoxen Kirchen, während die Bewohner traditionelle Feste feiern und lokal angebaute Lebensmittel auf den Märkten verkaufen.
Die meisten Reisenden erreichen die Region per Bahn aus Moskau oder anderen Großstädten und nutzen lokale Busse, um kleinere Orte anzusteuern. Im Sommer lassen sich die Naturschutzgebiete und Wälder leicht besuchen, während im Winter Schnee die Straßen oft schwer passierbar macht.
In der Nähe von Michurinsk gibt es Mineralquellen, die im frühen 20. Jahrhundert als Heilbäder genutzt wurden und heute noch zwischen Bäumen und Wiesen sprudeln. Einige Besucher kommen gezielt hierher, um die stillen Wege durch das Voroninsky-Reservat zu erkunden, wo seltene Pflanzen wachsen.
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