Schlangeninsel, Insel im Schwarzen Meer, Ukraine.
Snake Island ist eine felsige Erhebung im Schwarzen Meer, etwa 35 Kilometer östlich der Donaumündung gelegen. Die Formation besteht aus Sedimentgestein, dessen Klippen steil aus dem Wasser aufragen und dem Eiland eine markante Silhouette geben.
Die Insel wechselte mehrmals zwischen osmanischer, russischer und rumänischer Kontrolle, bevor sie 1948 Teil der Sowjetunion wurde. Nach der ukrainischen Unabhängigkeit blieb sie unter Kiewer Verwaltung und wurde 2009 Gegenstand eines internationalen Gerichtsverfahrens über Seegrenzen mit Rumänien.
Das winzige Eiland hat keine ständigen Bewohner, nur eine wechselnde Besatzung von Grenzschutzbeamten lebt dort jeweils für begrenzte Zeit. Ihre Anwesenheit prägt das tägliche Leben auf dem Felsen, wo Militäreinrichtungen den gesamten verfügbaren Raum einnehmen.
Die Insel liegt weit draußen im offenen Meer und ist für gewöhnliche Reisende nicht zugänglich. Boote aus Vylkove oder anderen Donauorten fahren dort nicht hin, da das gesamte Gebiet militärisch gesperrt ist.
Der griechische Name Leuke bezieht sich vermutlich auf die weißen Exkremente der Seevögel, die den Felsen einst bedeckten. Alte Karten zeigen auch einen kleinen Leuchtturm, der bereits im 19. Jahrhundert auf dem höchsten Punkt stand.
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