Bernsteinzimmer, Barockes Kunstzimmer im Katharinenpalast, Pushkin, Russland
Der Bernsteinraum ist eine Kammer im Katharinenpalast in Puschkin, Russland, deren Wände mit geschnitzten Bernsteinpaneelen, Blattgold und Spiegeln verkleidet sind. Das geometrische Muster der Wandverkleidung wechselt zwischen warmen honigfarbenen Tönen und reflektierenden Flächen.
Andreas Schlüter entwarf die Kammer 1701 für das Berliner Stadtschloss, bevor Friedrich Wilhelm I. sie 1716 an Peter den Großen schenkte. Kaiserin Elisabeth ließ sie später im Katharinenpalast erweitern und mit zusätzlichem Bernstein aus den baltischen Küstengebieten ergänzen.
Dieser Raum gilt für viele Russen als Zeichen nationaler Identität und zieht täglich Menschen an, die seine Wiedergeburt nach der Zerstörung bewundern. Besucher erleben hier die Verbindung zwischen russischer Geschichte und europäischer Handwerkskunst hautnah.
Der Zugang erfolgt ausschließlich im Rahmen von Führungen durch das Palais, die im Sommer oft frühzeitig ausgebucht sind. Fotografieren ist im Inneren nicht gestattet, daher sollten Besucher sich Zeit nehmen, um die Details persönlich zu betrachten.
Die gesamte Originalausstattung verschwand 1941 während der deutschen Besatzung und wurde nie wiedergefunden, obwohl zahlreiche Expeditionen nach ihr suchten. Die heutige Rekonstruktion entstand erst zwischen 1979 und 2003 durch russische Handwerker, die alte Techniken neu erlernen mussten.
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