Likino-Duljowo, Industriestadt in der Oblast Moskau, Russland.
Likino-Dulyovo ist eine Industriestadt etwa 100 Kilometer nordöstlich von Moskau in flacher Landschaft. Die Besiedlung entstand aus zwei Dörfern und konzentriert sich um die traditionsreiche Porzellanfabrik, die das Ortsbild bis heute prägt.
Die Stadt entstand 1930 aus der Vereinigung zweier Dörfer und wurde 1937 offiziell zur Stadt erhoben, während der Sowjetunion ihre Industrialisierungspolitik vorantrieb. Diese Phase prägte die Entwicklung und Infrastruktur, die bis heute erkennbar sind.
Die Porzellanfabrik prägt seit dem frühen 20. Jahrhundert das Selbstverständnis der Bewohner, die Handwerk und Industrie als zentral für ihre Gemeinschaft sehen. Besucher können noch heute die Spuren dieser Handwerkstradition in den Gebäuden und in der Weise erkennen, wie der Ort sich selbst versteht.
Die nächsten größeren Flughäfen befinden sich in etwa 60 bis 75 Kilometer Entfernung, mit mehreren Optionen für Anreisen von außerhalb. Beste Erreichbarkeit für Besucher ist über Landverkehrsmittel von Moskau, da die Stadt selbst relativ klein ist.
Der Arbeiterclub der Porzellanfabrik wurde 1930 von dem Architekten Konstantin Melnikov entworfen und zeigt experimentelle Designelemente aus der sowjetischen Avantgarde. Das Gebäude ist ein seltenes Beispiel für frühe modernistische Architektur, die Alltag und Kultur zusammenbringen sollte.
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