Kaljasin, Historische Stadt am Wolgafluss, Russland
Kaljasin liegt am rechten Ufer der Wolga auf rund 120 Meter Höhe und etwa 175 Kilometer nordöstlich von Twer. Die Stadt grenzt direkt ans Uglich-Staubecken, das große Teile der Altstadt überflutet.
Die Siedlung entstand im 12. Jahrhundert als Sloboda mit Steuerbefreiung und wuchs nach dem Bau des Makarjewskij-Klosters auf der gegenüberliegenden Uferseite weiter. In den 1940er Jahren führte der Bau des Uglich-Staubeckens zur Überflutung großer Teile der alten Stadt und des Klosters.
Der Name geht auf den örtlichen Bojar Iwan Koljaga zurück, der im 12. Jahrhundert die Ansiedlung mitgegründet haben soll. Das Glockenturm im Wasser ist heute das meistfotografierte Wahrzeichen und zieht Besucher zu Bootsfahrten aufs Uglich-Staubecken.
Direktverbindungen per Bahn vom Moskauer Bahnhof Sawjolowski bringen Besucher in die Stadt, mit weiteren Routen nach Kaschin, Uglitsch, Rybinsk und Sonkowo. Der Zugang zum überfluteten Glockenturm ist mit dem Boot möglich, besonders während der wärmeren Monate.
Das Staubecken hob den Wasserspiegel derart an, dass nur noch die obersten Stockwerke des Glockenturms sichtbar blieben. Dieser Turm wurde später mit einer künstlichen Insel unterstützt, um ihn zu stabilisieren.
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