Workuta, Bergbausiedlung nördlich des Polarkreises in der Republik Komi, Russland.
Vorkuta ist eine Stadt im Nordosten der Republik Komi in Russland, rund 160 Kilometer nördlich des Polarkreises gelegen. Die Siedlung erstreckt sich entlang des Flusses Workuta inmitten weitläufiger Tundralandschaften, geprägt von mehrstöckigen Wohnblöcken aus sowjetischer Zeit.
Die Ortschaft entstand 1932 als Zwangsarbeitslager und entwickelte sich während der sowjetischen Industrialisierung zu einem Zentrum des Kohlebergbaus. Nach dem Ende des Lagersystems wuchs sie weiter und erreichte ihre größte Bevölkerungszahl in den späten 1980er Jahren, bevor der wirtschaftliche Wandel zu einem anhaltenden Rückgang führte.
Die Menschen hier leben mit polaren Nächten im Winter und Mitternachtssonne im Sommer, was den Alltag und die Gewohnheiten stark prägt. Lokale Feste im späten Herbst zeigen Rentierschlittenrennen und Bräuche der nördlichen Völker, die in der Region seit Generationen leben.
Der Flughafen verbindet die Stadt mit anderen Regionen Russlands und bleibt auch bei extremen Wetterbedingungen weitgehend in Betrieb. Reisende sollten sich auf subarktisches Klima vorbereiten, mit Temperaturen, die im Winter oft unter minus 30 Grad Celsius fallen und im Sommer selten über 15 Grad Celsius steigen.
Die sogenannte Workuta-Ring umfasst mehrere verlassene Siedlungen und stillgelegte Bergwerke, die noch immer um die Stadt herum sichtbar sind. Viele Wohnblocks stehen leer, nachdem die Bevölkerung seit Ende der 1980er Jahre deutlich zurückgegangen ist und ganze Viertel aufgegeben wurden.
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