Sewerodwinsk, Hafenstadt in der Oblast Archangelsk, Russland
Sewerodwinsk ist eine Hafenstadt in der Oblast Archangelsk in Russland, gelegen am Nordufer der Dwinabuchtin der Nähe der Mündung des Flusses ins Weiße Meer. Die Bebauung erstreckt sich entlang flacher Uferstreifen, umgeben von Kiefernwäldern und Sumpfgebieten, die den urbanen Kern vom offenen Meer und den umliegenden Siedlungen trennen.
Die Siedlung entstand 1936 unter dem Namen Sudostroy zur Unterstützung des Schiffbaus und erhielt 1938 den Namen Molotowsk. Nach dem Tod Stalins wurde sie 1957 in Sewerodwinsk umbenannt, um die Verbindung zum Fluss und zur Region zu betonen.
Der Beiname Molotowsk erinnert an einen sowjetischen Außenminister und zeigt den politischen Einfluss jener Zeit auf die Stadtplanung im russischen Norden. Heute tragen viele Straßen Namen, die an Werftarbeiter und Marinetradition erinnern, während sich lokale Bewohner auf öffentlichen Plätzen nahe dem Flussufer versammeln.
Besucher aus dem Ausland müssen eine Sondergenehmigung beantragen, bevor sie die Stadt betreten dürfen, da militärische Anlagen den Zugang beschränken. Wer nach Norden reist, sollte warme Kleidung mitbringen, denn das Klima am Weißen Meer bleibt auch im Sommer kühl, mit häufigen Niederschlägen und starkem Wind.
Die Werft Sewmasch baute das erste sowjetische Atom-U-Boot im Jahr 1957, was die Stadt zu einem Zentrum militärischer Marineinnovation machte. Heute bleibt diese Einrichtung einer der wenigen Orte weltweit, an dem nukleare Unterseeboote gebaut und modernisiert werden.
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