Sergijew Possad, Religiöse Stadt im Moskauer Oblast, Russland
Sergijew Possad ist eine Stadt in der Oblast Moskau in Russland, die sich um einen großen Klosterkomplex entwickelt hat. Der Ort erstreckt sich über sanfte Hügel, und seine Silhouette wird von Kirchenkuppeln und einem hohen Glockenturm geprägt, die von weitem sichtbar sind.
Der Ort entstand im 14. Jahrhundert, als der Mönch Sergius von Radonesch hier eine Einsiedelei gründete. Über die Jahrhunderte entwickelte sich daraus ein befestigtes Kloster, das mehrfach Angriffe abwehrte und zum geistigen Zentrum der Region wurde.
Der Name der Stadt leitet sich vom Mönch Sergius ab, dessen Grab Pilger aus ganz Russland anzieht. Die örtliche Holzschnitzkunst setzt eine jahrhundertealte Tradition fort, die in vielen Werkstätten noch heute lebendig bleibt und deren Arbeiten man in Läden rund um das Kloster findet.
Züge verkehren tagsüber regelmäßig zwischen Moskau und der Stadt und legen die Strecke in etwa anderthalb Stunden zurück. Man sollte warme Kleidung mitbringen, da die Gegend im Winter sehr kalt wird und selbst im Sommer die Abende kühl sein können.
Die erste Matrjoschka-Puppe wurde Ende des 19. Jahrhunderts in dieser Stadt geschaffen und verband russische Handwerkskunst mit japanischer Inspiration. Das örtliche Museum zeigt die Entwicklung dieses Kunsthandwerks und bewahrt frühe Exemplare, die Einblick in die ursprüngliche Formensprache geben.
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