Sewersk, Nuklearforschungseinrichtung in Oblast Tomsk, Russland.
Sewersk ist eine geschlossene Stadt am rechten Ufer des Flusses Tom in der Oblast Tomsk in Russland, die vor allem für ihre kerntechnischen Anlagen bekannt ist. Die Straßen sind von Wohnblöcken aus der Sowjetzeit umgeben, während wissenschaftliche Komplexe hinter hohen Zäunen und Kontrollpunkten liegen.
Die sowjetische Regierung gründete die Stadt 1949 unter dem Codenamen Tomsk-7 als streng geheimes Zentrum zur Herstellung von waffenfähigem Plutonium während des Kalten Krieges. Der Ort blieb bis 1992 auf allen offiziellen Karten unsichtbar und erhielt erst danach seinen heutigen Namen.
Das Ostrowskij-Kulturhaus bietet regelmäßig Theateraufführungen und Konzerte für die örtliche Bevölkerung, während mehrere Kunstschulen junge Talente in Musik und bildender Kunst ausbilden. Diese kulturellen Einrichtungen schaffen einen Treffpunkt für Familien und dienen als sozialer Mittelpunkt für die etwa 100.000 Bewohner der Stadt.
Der Zugang zur Stadt ist auf russische Staatsbürger mit offizieller Genehmigung beschränkt, die am Eingang ihre Dokumente vorzeigen müssen. Besucher sollten wissen, dass alle sechs Kontrollpunkte rund um die Stadt streng bewacht werden und Fotografieren außerhalb genehmigter Bereiche verboten ist.
Das Kombinat für sibirische Chemie betreibt noch immer aktive Reaktoren, die ursprünglich für militärische Zwecke gebaut wurden und heute auch zur zivilen Energieerzeugung dienen. Trotz der strengen Sicherheitsmaßnahmen leben hier Zehntausende Menschen in normalen Wohnungen mit Schulen, Geschäften und Parks wie in jeder anderen russischen Stadt.
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