Obninsk, Wissenschaftsstadt in Oblast Kaluga, Russland.
Obninsk ist eine Stadt im Gebiet Kaluga, etwa 100 Kilometer südwestlich von Moskau am Fluss Protwa gelegen. Sie beherbergt mehrere Forschungseinrichtungen und wissenschaftliche Institute, die seit Jahrzehnten auf ihrem Territorium verteilt sind.
Die Siedlung entstand 1945 als geschlossenes Forschungszentrum, um an der sowjetischen Atomtechnik zu arbeiten. Im Jahr 1954 nahm hier das weltweit erste kommerzielle Atomkraftwerk seinen Betrieb auf, was den Ort international bekannt machte.
Der Name leitet sich vom nahen Fluss Obna ab, während die Stadt durch modernistische Architektur und breite, baumgesäumte Alleen geprägt ist, die Raum für Fußgänger und öffentliche Plätze bieten. Heute arbeiten viele Bewohner in den wissenschaftlichen Einrichtungen, und das städtische Leben ist mit Laboren, Konferenzzentren und technischen Bibliotheken verbunden, die den Alltag prägen.
Man erreicht die Stadt über Überlandstraßen von Moskau aus in etwa eineinhalb Stunden, je nach Verkehrslage. Drei große Flughäfen liegen im Umkreis und ermöglichen internationale Verbindungen für Besucher aus dem Ausland.
Ein Meteorologiemast erreicht hier eine Höhe von mehr als 300 Metern und gilt als der höchste dieser Bauart in Europa. Der Turm sammelt Daten über Luftbewegungen und Wetterphänomene in verschiedenen Höhenlagen und dient als Bezugspunkt für atmosphärische Forschung.
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