Kineschma, Industrielle Hafenstadt an der Wolga, Oblast Iwanowo, Russland.
Kineshma ist eine Hafenstadt an der Wolga im Oblast Iwanowo, etwa 380 Kilometer nordöstlich von Moskau. Die Siedlung erstreckt sich über hügeliges Gelände am rechten Flussufer und dient als wichtiger Umschlagplatz für Holz, Textilien und andere Güter, die per Schiff oder Bahn weiter transportiert werden.
Eine kleine Fischersiedlung an der Wolga taucht 1429 erstmals in Aufzeichnungen auf, als örtliche Bewohner Fang für den Handel lieferten. Iwan III. schenkte den Ort 1504 dem Fürsten Fjodor Belski, wodurch die Siedlung in den Besitz einer einflussreichen Familie überging und an politischer Bedeutung gewann.
Der Name leitet sich vermutlich vom finnougrischen Wort für einen stillen Flussarm ab, was auf die frühen Siedler und die Lage an einem ruhigen Volga-Abschnitt hinweist. Heute prägen Fabrikgebäude und Wohnblocks das Stadtbild, während entlang der Uferpromenade am späten Nachmittag Bewohner spazieren gehen oder auf Bänken die Aussicht auf den Fluss genießen.
Die Stadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum nahe am Flussufer liegen und durch breite Straßen verbunden sind. Besucher sollten festes Schuhwerk mitbringen, weil einige Bürgersteige uneben sind und die Wege am Kai im Winter rutschig werden können.
Zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert lieferte die Stadt Störe für die Tafel des russischen Zaren, was ihr eine besondere Rolle in der königlichen Versorgung sicherte. Fischer mussten die Fische lebend zum Hof transportieren, damit sie frisch im Kreml ankamen und der Fang seinen Wert behielt.
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