Kolpino, Industriegemeinde in Sankt Petersburg, Russland
Kolpino liegt am Fluss Ischora, ungefähr 26 Kilometer südöstlich vom Zentrum Sankt Petersburgs entfernt, und zählt mehrere große Fabriken und Produktionsanlagen. Die Siedlung dehnt sich entlang beider Flussufer aus und ist durch breite Straßen mit mehrstöckigen Wohnblocks und Industriegebäuden geprägt.
Das russische Admiralitätsamt gründete Kolpino im Jahr 1722 als Siedlung rund um eine Eisengießerei für Komponenten der Marineflotte. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wuchs die Ortschaft durch weitere Metallwerke und erhielt 1912 offiziell Stadtrechte.
Das Izhorskij-Bataillon-Denkmal steht für die Zeit, als Arbeiter aus den örtlichen Fabriken im Zweiten Weltkrieg ihre Stadt verteidigten. Besucher sehen heute ein Relief mit stilisierten Figuren, das an diese Ereignisse erinnert und regelmäßig von Einheimischen mit Blumen geschmückt wird.
Die Bahnstation Kolpino verbindet den Ort seit 1847 mit dem Stadtzentrum von Sankt Petersburg durch regelmäßig verkehrende Züge. Busse und Kleinbusse fahren ebenfalls zwischen den Wohngebieten und bringen Reisende zu wichtigen Knotenpunkten in der Region.
Die Ischora-Werke, vor drei Jahrhunderten gegründet, fertigen noch heute Schwermaschinerie und Metallkomponenten für unterschiedliche Branchen. Manche der historischen Produktionshallen stehen neben neueren Gebäuden und zeigen den Wandel der industriellen Architektur über Generationen hinweg.
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