Mannerheim-Linie, Befestigungslinie in der Region Leningrad, Russland.
Die Mannerheim-Linie ist eine historische Verteidigungslinie in der Oblast Leningrad, Russland, die sich über 135 Kilometer zwischen dem Finnischen Meerbusen und dem Ladogasee erstreckt und aus Stahlbetonbunkern und Artilleriestellungen besteht. Die Anlage nutzt natürliche Geländemerkmale wie dichte Wälder, zahlreiche Seen und Granitfelsen, um ihre Abwehrfähigkeit zu verstärken.
Finnische Militäringenieure errichteten zwischen 1920 und 1924 insgesamt 168 befestigte Stellungen, um eine strategische Barriere gegen mögliche sowjetische Vorstöße zu schaffen. Die Anlagen wurden während des Winterkriegs 1939 bis 1940 getestet und erwiesen sich als widerstandsfähig gegen die sowjetischen Angriffe jener Zeit.
Der Verteidigungsgürtel erhielt seinen Namen nach Carl Gustaf Emil Mannerheim, einem finnischen Militärführer, der die ersten Pläne für diese Befestigungen entwickelte. Heute stehen einige der Betonbunker noch und zeugen von der militärischen Architektur der Zwischenkriegszeit, die Besucher an verschiedenen Stellen entlang der ehemaligen Grenze erkunden können.
Die meisten Bunker liegen in bewaldeten Gebieten und sind über unbefestigte Wege erreichbar, sodass festes Schuhwerk und Orientierungssinn nötig sind. Die Strukturen sind oft zugewachsen oder teilweise verfallen, weshalb Vorsicht beim Betreten oder Näherkommen geboten ist.
Die Befestigungen bestanden aus 221 Betonbauten, darunter 150 Maschinengewehrbunker und 8 Artilleriestellungen, die sowjetische Truppen im Winter 1939 bis 1940 zwei Monate lang aufhielten. Viele Bunker wurden in Granitfelsen eingelassen, um die natürliche Härte des Gesteins mit den Betonverstärkungen zu kombinieren und so die Durchschlagskraft feindlicher Geschosse zu verringern.
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